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Eigentlich war es eine langweilige Geschäftsreise, die mir bevorstand. Ich stehe am Fahrkartenschalter an, als ich sie am übernächsten Schalter entdecke. Groß und schlank, hellblondes, langes Haar unter einer knallroten Baskenmütze, fast bodenlanger Mantel. Als sie sich umdreht und ich sie von vorne sehen kann, erkenne ich unter dem geöffneten Mantel einen schwarzen Pullover und schwarze, glänzende Leggins, von denen aber nur eine Handbreit zu sehen ist, denn ihre Beine, ewig lang und schlank stecken in einem Paar extrem langer und enger Stiefel. Sie sind schwarz, nur die Stiefelspitze und die Absätze nehmen das Rot der Baskenmütze auf. Unwillkürlich atme ich tief ein, was für ein Anblick, welche Erscheinung! Erst nach einiger Zeit und einigen Anläufen des Schalterbeamten erinnere ich mich wieder an den Zweck meines Aufenthalts und kaufe meine Fahrkarte. Als ich endlich fertig bin, kann ich sie natürlich nicht mehr finden. Weg, spurlos weg. Schade, aber ich muss mich jetzt um meinen Sitzplatz im Zug kümmern. Dennoch geht sie mir nicht aus dem Sinn. Im Zug finde ich tatsächlich ein leeres Nichtraucherabteil, verstaue meine Sachen und setze mich ans Fenster. Als ich eben im Begriff bin meine Zeitung zu lesen, wird die Tür wieder geöffnet. Schade, jetzt bin ich wieder nicht alleine, seufze ich in mich hinein. "Hier ist doch noch frei?" , reißt mich eine Frauenstimme aus meiner Lektüre. Eigentlich klingt sie ganz angenehm. Ich sage gewohnheitsmäßig "natürlich, bitte" und lasse die Zeitung etwas sinken, um meine Mitreisende etwas näher zu betrachten. Das darf doch wohl nicht wahr sein, denke ich, als ich die rote Baskenmütze über dem Zeitungsrand auftauchen sehe. Es durchzuckt mich wie der Blitz. Das war sie, das ist sie! Und aus der Nähe betrachtet ein noch erfreulicherer Anblick. Die Zeitung weglegen und mich anzubieten, ihren Koffer ins Gepäcknetz zu legen war eines. Kaum, dass ich den Koffer ablege, fährt der Zug mit einem Ruck an, der mich aus dem Gleichgewicht bringt, so dass ich auf sie stürze, sie mitreiße und wir gemeinsam auf den anderen Sitzen landen. Das ist mir zwar peinlich, andererseits genieße ich diesen unerwarteten Körperkontakt, nehme das leise Parfum, das sie trägt in mich auf und mache mich vielleicht etwas später wieder frei, als es möglich gewesen wäre. Ich entschuldige mich natürlich sofort, was sie mit einem charmanten Lächeln annimmt und sich ebenfalls entschuldigt. Regungslos stehen wir einige Augenblicke voreinander, so dass ich ihre Gesamterscheinung auf mich wirken lassen kann. Sie ist fast so groß wie ich, was natürlich an diesen hochhackigen Stiefeln liegt. Ich kann mich nicht losreißen und sie setzt sich auch nicht. Erst als sie leise lächelnd vorschlägt, dass wir uns doch setzen könnten, nehme ich wieder Platz auf meinem Sitz, während sie sich gegenüber, etwas versetzt zu mir hinsetzt. Ich biete ihr an, die Plätze zu tauschen, damit sie am Fenster und in Fahrtrichtung sitzen kann. Mir macht es nichts aus, rückwärts zu fahren. Sie nimmt mein Angebot an und wir tauschen die Plätze. Sie legt auch den Mantel ab, wobei ich ihr wieder behilflich bin. Mir ist gar nicht mehr nach Zeitunglesen, sondern ich schaue lieber aus dem Fenster. Natürlich streife ich sie dabei mit meinen Blicken. Eigentlich schaue ich gar nicht nach draußen, sondern schaue sie bewundernd an. Vor allem ihre oberschenkellangen Stiefel ziehen meine Blicke auf sich. Ob sie ihre Beine sittsam parallel stellt, damenhaft schräg legt oder burschikos übereinander schlägt, ich komme von den Stiefeln einfach nicht los. Sie blättert in einem Magazin und tut so, als ob sie sich völlig darauf konzentrieren würde. Leise seufzend schlägt sie das Heft zu und legt es weg. "Warum starren Sie mich eigentlich die ganze Zeit an?" fragt sie mich ganz direkt, dabei einen grandiosen Augenaufschlag darbietend. Oha, jetzt hat sie mich erwischt, was dazu sagen? Es klingt aber nicht unhöflich, im Gegenteil eher etwas kokett. "Das stimmt doch gar nicht, ich starre Sie überhaupt nicht an." "Natürlich, ich merke doch, dass Sie mich ständig anschauen." "Das ist etwas ganz anderes, da haben Sie recht. Aber das ist in Wirklichkeit kein Anstarren, sondern ganz im Gegenteil ein bewundernder Blick." "Und was bewundern Sie?" "Sie sind heute der erste erfreuliche Anblick, Sie sehen wirklich hinreißend aus!" "Oh, vielen Dank für die Blumen, was reißt Sie denn so hin?" Ich versuche ihr zu erklären, was mir an ihr so gefällt, wobei ich auch erwähne, dass ich ihren Mut bewundere, diese auffallenden und provozierenden Stiefel zu tragen. Wir geraten bei diesem Thema in eine längere Unterhaltung, ob es sich nur um ein Modethema oder ob es sich nicht eher um ein eindeutig erotisch stimulierendes Kleidungsstück handelt. Zunächst besteht sie auf einer Modefrage, gibt dann aber doch zu, dass sie um die erotische Wirkung weiß und deshalb den langen Mantel dazu trägt. So geht es nun schon ziemlich flüssig zwischen uns hin und her und wir kommen uns immer näher. Die Stimmung wird immer besser, nun haben wir uns schon gegenseitig vorgestellt und wir reden uns mit Vornamen an. Sie heißt Marie, aber wir siezen uns immer noch. Sie lacht sehr gerne und auch sehr schön, ist charmant. Wir reden, albern herum, flirten. Ich weiß auch schon etwas über sie, z. B. dass sie als Sekretärin in einem großen Konzern arbeitet und wo sie wohnt. Damit ist mir auch klar, dass ich leider zwei Stationen vor ihr aussteigen muss. Aber vielleicht sieht man sich ja mal wieder. Die Zeit vergeht wie im Flug. Ich habe nicht einmal auf die Uhr gesehen, spüre weder Hunger noch Durst, konzentriere mich nur auf das unerwartete Geschenk dieser Begegnung. Mitten im Geplauder schaut sie auf ihre Armbanduhr, steht auf und holt sich ihren Mantel, in den hineinzuhelfen ich nun wohl das letzte Mal Gelegenheit haben werde. "Warum ziehen Sie sich eigentlich jetzt schon an, Sie steigen doch erst zwei Stationen nach mir aus?" "Tatsächlich? Ich weiß ja nicht, wo Sie aussteigen wollen, aber nach meiner Uhr muss ich in drei Minuten aussteigen." Ich schaue nun auch, endlich, auf meine Uhr und erschrecke. "Um Himmels Willen, so spät! Ich habe mich doch jetzt wirklich verplaudert. Ich hätte doch schon vor einer Stunde aussteigen müssen!" Hektisch suche ich meine Sachen zusammen und ärgere mich über mich selber. Nicht nur, dass ich schon seit einer Stunde schwarz fahre und nur glücklicherweise nicht kontrolliert wurde, jetzt kann ich auch noch zusehen, dass ich einen Zug in die Gegenrichtung erwische. Und dabei ist es doch schon so spät und die Verbindungen sind da mehr als spärlich. So etwas Dummes. So schön der Nachmittag begonnen und der Abend sich fortgesetzt hatte, jetzt war mir doch die Stimmung verdorben. Marie beobachtet mich und bemerkt meinen Stimmungswandel. "Ach, nehmen Sie es nicht so schwer, es fährt auch mal wieder ein Zug zurück!" Das ist echt nett gemeint, aber klar ist mir dennoch nicht, wie es weitergehen soll. Der Zug fährt jetzt in den Bahnhof ein und wir steigen aus. Gemeinsam gehen wir zum nächsten Fahrplan und der bestätigt meine Befürchtung: Es gibt einfach keine Verbindung mehr am heutigen Abend, erst am nächsten Morgen könnte ich die Frühverbindung nehmen. Ratlos stehe ich da und grüble, was ich jetzt noch machen könnte, wie ich meinen Termin morgen wahrnehmen könnte. Außerdem brauche ich ja noch ein Hotelzimmer und dabei wissen alle, dass es zur Messezeit an diesem Tag in dieser Stadt alles mögliche, aber auf jeden Fall kein freies Hotelzimmer mehr gibt. "Also so geht das ja nicht, so kommen wir nicht weiter" bestimmt Marie. "Ich schlage vor, dass Sie jetzt zu mir kommen und bei mir übernachten. Morgen früh fahren Sie dann einfach zurück, einverstanden?" Ich protestiere, aber nur schwach, denn eine bessere Lösung fällt mir auch nicht ein und außerdem, je länger ich darüber nachdenke, desto besser gefällt sie mir eigentlich. Vielleicht habe ich schon etwas zu strahlen begonnen, denn die Warnung kam sofort. "Aber nicht, dass Sie sich irgendwelche Hoffnungen machen. Ich biete Ihnen nur eine Couch im Wohnzimmer an, nicht etwa mein Bett!" Mit meiner ernstesten Miene versichere ich ihr, dass das sowieso klar ist und bedanke mich für ihr wirklich nicht alltägliches Angebot. Erleichtert und sogar etwas beschwingt gehen wir miteinander zum Taxistand. Während der Fahrt schweigen wir beide, nur manchmal schaue ich sie verstohlen von der Seite an, spüre hin und wieder auch ihre Blicke. Bald ist ihre Wohnung erreicht. Sie ist zwar nicht übermäßig groß, aber mit Liebe und Geschmack eingerichtet. "Ich werde uns noch eine Kleinigkeit zu Essen machen. Sie haben doch bestimmt Hunger?" Jetzt, wo sie mich daran erinnert, spüre ich augenblicklich meinen leeren Magen. "Sie können in der Zwischenzeit duschen, wenn Sie möchten." Gerne nehme ich ihr Angebot an, lasse mir das Badezimmer zeigen und stelle mich unter die heiße Dusche. Eine wahre Wohltat! "Ich hänge Ihnen hier ein Badetuch hin und einen Bademantel." höre ich Marie sagen, dann ist sie wieder verschwunden. Verschwunden waren auch meine Kleidungsstücke, die ich auf einen Hocker im Bad gelegt habe. Warum hat sie die mitgenommen? So schlüpfe ich eben nach dem Abtrocknen in den Bademantel, einen langen Seidenkimono. Wohl oder übel ohne etwas drunter. Die Seide liegt sehr angenehm auf der frischgereinigten Haut, ein sinnliches Gefühl und ich kann es einfach nicht verhindern, mein Schwanz versteift sich zusehends. Normalerweise ist mir das nicht unangenehm, aber ich weiß ja nicht, wie meine Gastgeberin darauf reagieren wird. Achselzuckend föhne ich mir noch die Haare, dann gehe ich zurück in die Wohnung. Aus der Küche duftet es appetitanregend, dabei habe ich doch sowieso schon einen furchtbaren Kohldampf. "Halloo, der steht Ihnen wirklich sehr gut" lobt mich Marie. Ich bedanke mich für das Kompliment, weiß aber nicht, ob sie den Kimono oder meinen Schwanz meint. Vorsichtshalber sage ich nichts dazu. "Ich wollte jetzt nicht mehr groß kochen, deshalb habe ich nur Pasta asciuta vorgesehen. Sind Sie damit einverstanden?" "Gerne, das ist eines meiner Lieblingsgerichte!" Und das stimmt auch, obwohl ich bei meinem derzeitigen Hunger alles mögliche gegessen hätte. "Kann ich mich irgendwie nützlich machen?" "Oh ja, Sie können schon mal den Tisch im Esszimmer decken, Geschirr usw. habe ich hier schon bereitgestellt. Und achten Sie auf die Spaghetti, die dürften bald fertig sein. Ich werde dann auch mal unter die Dusche hüpfen." Damit lässt sie mich in der Küche alleine zurück. Ich trage das Geschirr und das Besteck ins Esszimmer und decke den Tisch, sogar eine Flasche Chianti classico und zwei edle Gläser stehen in der Küche schon bereit. Etwas überrascht finde ich auch zwei Kerzen, die ich ebenfalls auf den Tisch stelle und anzünde. Da sie immer noch nicht da ist, schlendere ich zu ihrer CD-Sammlung und lege eine mit leiser Harfenmusik auf. Nun wieder die Soße umgerührt, die Spaghetti in ein Sieb geschüttet, eigentlich ist alles fertig. Mein Schwanz hat sich auch wieder etwas beruhigt, es kommt eben doch zuerst das Essen und dann die Moral. Endlich erscheint sie, frisch geduscht und wunderschön. Sie trägt den gleichen Kimono wie ich und automatisch denke ich darüber nach, ob sie wohl drunter auch nackt. Schon beim ersten Gedanken merke ich, wie sich mein Schwanz wieder versteift. "Sie sehen noch bezaubernder aus als im Zug, obwohl ich das für unmöglich gehalten hätte." Sie nimmt das Kompliment lächelnd und stillschweigend an. Wir setzen uns an den Tisch, sitzen uns gegenüber, trinken uns zu, essen, plaudern. Noch ein Schlag Spaghetti, noch ein Löffelchen Sauce, noch ein Schlückchen Wein. Die Stimmung wird immer besser. Inzwischen sind wir schon zum Du übergegangen und Marie kichert und flirtet geradezu hemmungslos. Ihr Kimono öffnet sich wie von selbst ein wenig und enthüllt ein wunderschönes Dekolleté, das unten von irgend etwas Schwarzem begrenzt ist. Ich kann mich gar nicht satt dran sehen und mein bester Freund gewinnt zusehends an Größe. Irgendwann bin sogar ich satt und wir räumen den Tisch ab. Als ich das Tablett mit dem Geschirr in die Küche trage, merke ich, dass mein Kimonogürtel rutscht, sich lockert und plötzlich abfällt, wodurch sich mein Kimono öffnet. Nicht vollständig, aber doch so weit, dass sich mein Lustbarometer plötzlich an der frischen Luft befindet. Und ich kann nichts dagegen tun, weil ich sonst das Tablett fallen lassen müsste. Und genau in diesem Augenblick schaut mich Marie an. Sie prustet los: "Ich habe es zwar schon mal gesagt, aber er steht dir wirklich ausgezeichnet, ganz phantastisch!" Diesmal ist mir klar, was sie meint, jedenfalls nicht meinen Kimono! Das wäre mir sogar klar gewesen, wenn sie meinen Schwanz nicht auch noch in die Hand genommen und gestreichelt hätte. Aber es ist schön, so schön, beinahe hätte ich das Tablett verloren. "Bitte hör auf damit, ich lasse es sonst noch fallen. Oder noch besser, lass mich das Tablett abstellen, dann kannst du mit mir machen, was du willst!"

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